Geschichte

Windhagen, nördlich im Naturpark "Rhein-Westerwald" gelegen, war ein bedeutender Grenzpunkt in der frühen Geschichte der Region.

Die geschichtliche Dokumentation beginnt etwa um das 6. Jahrhundert vor Christi Geburt. Zu jener Zeit befanden sich auf dem oberhalb der Stadt Linz gelegenen Hummelsberg, dem Asberg - westlich von Schweifeld - sowie auf dem Petersberg keltische Ringwälle, in denen keltische Horden lebten. Ausgehend von der Lebensweise jener "Urbevölkerung" darf angenommen werden, dass sie auf ihren Jagdzügen die Region durchstreift haben. Ein weiteres Indiz dürfte gewesen sein, dass sich die Kelten bei ihren Streifzügen (wegen der besseren Einsehbarkeit des Geländes) fast ausschließlich auf Pfade in unmittelbarer Nähe von Kammlagen beschränkten.

Die erstmalige Erwähnung Windhagens ist im Prümer Urbar (Kataster) um 893 n. Chr., Windhagen zählt zu den ältesten Gemeinden im Kreis Neuwied. Der Ortsname ist eine Ableitung des Wortes "Wendehagen", was soviel bedeutet wie Grenzort an der Schnittstelle germanischer Gaue und ist wahrscheinlich keltischen Ursprungs. Als Beleg dient die Hallerbacher Kapelle. Die sonst bei Sakralbauten übliche Ostachse zeigt bei der Hallerbacher Kapelle nach Nordwesten. Das belegt, dass die Kapelle auf eine keltische Kultstätte gerichtet wurde. Das 1000 jährige Bestehen des Ortes Windhagen belegt die Inschrift eines barocken Kreuzes von 1702 gegenüber der Windhagener Sankt Bartholomäus Kirche.

Der Name der Gemeinde ist in einem Manuskript des Kanonikus und Pfarrers Rhodt in Rheinbrohl aus dem Jahre 1613 wiedergegeben, welcher hierin Nachrichten aus dem 7. Jahrhundert vermittelt.

Die heutige Gemeinde Windhagen ist durch die Kommunalreform 1970 durch die Zusammenlegung von Rederscheid und Windhagen entstanden. Die Gemeinde besteht aus 16 Ortsteilen, die auf einer Fläche von 1.494 Hektar verteilt sind.
Durch diese Entwicklung ist die Gemeinde stetig gewachsen und ermöglichte so ein produktives, aktives und naturnahes Leben in der Gemeinde Windhagen.

Die vorhandenen Unternehmen wissen niedrige Gewerbesteuersätze, die verkehrsgünstige Lage an der A3 und die unmittelbare Nähe zu den ICE-Eisenbahnknotenpunkten Bonn-Siegburg und Montabaur sowie den Flughafen Köln-Bonn zu schätzen.
Etwa 4.500 Bewohnern stehen derzeit ca. 2.500 Arbeitsplätze gegenüber. Die wirtschaftlichen Erfolge der hier tätigen Unternehmen ermöglichen der Gemeinde, eine funktionierende Infrastruktur aufzubauen.